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Daniel Silverstone

Das Interview wurde geführt im: April 2006

Kurzdaten

IRC Nickname: Kinnison
Wohnort: England, zur Zeit wohnhaft in Cambridgeshire und hoffentlich bald in Manchester.
Alter: 26
Beruf: Softwareentwickler
Webseite: http://www.digital-scurf.org/
Blog: http://blog.digital-scurf.org/

Über Ubuntu

Wie bist du bei Ubuntu involviert?

Zur Zeit bin ich in Sachen Fehlerbehebung "Mädchen für alles" und wenn die Zeit reicht, betreue ich außerdem den gnome-power-manager und alles was damit zusammenhängt. Vorher habe ich innerhalb der Launchpad-Entwicklung an dem Soyuz-System gearbeitet. (Seit Januar läuft Ubuntu mit dem Launchpad auf Basis von Soyuz.)

Wieviel deiner Arbeitszeit investierst du in Ubuntu?

Momentan arbeite ich den größten Teil meiner Zeit an Ubuntu und nur wenig an Soyuz.

(Anm.d.Ü. Soyuz ist bei Launchpad für die Verwaltung der Distribution zuständig. Es umfasst die Erstellung der Pakete, Paketverwaltung und die Veröffentlichung der Archive zusammen mit dem /distros/ Teil des UI-namespaces und des /buildfarm/-namespaces.)

Wirst du für deine Arbeit an Ubuntu bezahlt?

Ja, zur Zeit werde ich von Canonical dafür bezahlt, dass ich an Ubuntu arbeite. Sobald Dapper veröffentlicht wird, werde ich mich wieder Soyuz widmen und an neuen, coolen Funktionen arbeiten.

Wann und wie bist du dazu gekommen, dich an Ubuntu zu beteiligen?

Als mir angeboten wurde, für Canonical zu arbeiten, hatte ich schon angefagen in meiner Freizeit an einem Projekt namens CSCV, was auch Canonical unterstützte, mitzuhelfen. Schliesslich wurde ich bei Canonical im Oktober 2004 eingestellt, um an Launchpad zu arbeiten. Als Ubuntu dann auf Basis von Launchpad lief, der Infrastruktur bei deren Aufbau und Umsetzung ich geholfen hatte, konnte ich auch bei Dapper mithelfen.

Woran hast du bisher im Rahmen von Dapper gearbeitet?

Ich habe mich um die Pflege des gnome-power-managers gekümmert, aber hauptsächlich habe ich allgemeine gefundene Fehler behoben und generell anfallende Tätigkeiten übernommen. Ich bin zu spät in den Ablauf eingestiegen, als dass ich selbst besondere Sachziele umsetzen könnte, also helfe ich einfach wo ich kann.

Welche Pläne hast du für Edgy?

Ich werde wieder mit dem Launchpad-Team an verschiedenen Launchpad-Funktionen arbeiten, damit die Ubuntu-Entwickler noch mehr Spaß daran haben. Wir haben persönliche Paketarchive in Vorbereitung. Damit wird es möglich, dass die Leute ihre eigenen apt-get/synaptic-konformen Archive bekommen, von Launchpad erstellt und zur Verfügung gestellt. Es gibt aber noch viele andere Dinge, an denen wir arbeiten müssen, darunter auch die viel gepriesene Unterstützung der Ubuntu Derivate. Das Leben der Distributions-Entwickler im dapper+1(Edgy)-Entwicklungsprozess wird aufregend werden. Mit einem verkürzten Entwicklungsprozess werden die zusätzlichen Werkzeuge, die wir ihnen zur Verfügung stellen werden, um so wichtiger.

Welche Funktionen würdest du persönlich gerne in Ubuntu implementieren oder verbessern?

Ich verbringe viel Zeit mit meinem Laptop, sei es auf Konferenzen oder in meinem Lieblingssessel im Wohnzimmer. Von daher würde ich mich über eine zuverlässigere Laptop-Unterstützung freuen. Ich habe auch eine Liste von persönlichen Ärgernissen mit Ubuntu per se und den in Ubuntu vorhandenen Anwendungen. Aber keines dieser Ärgernisse ist wirklich gross und ich werde mich irgendwann mal daran setzen, sie zu beheben. Grundsätzlich würde ich sagen, dass ein verlässlicheres Zusammenspiel in heterogenen Netzwerken und die viel gepriesene einfache Bedienbarkeit, Ziele denen Ubuntu ohnehin immer näher kommt, meine größten Wünsche für zukünftige Ubuntu Versionen sind.

Beteiligst du dich auf irgendeiner anderen Weise an FLOSS (Free/Libre Open Source Software)?

(Anm.d.Ü. siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/FLOSS)

Ich betreibe einen kleinen Webhoster, welcher Dienste an FLOSS-Projekte spendet (wir hosten z.B. lua.org und lua-users.org) und ich beteilige mich an verschiedenen Lua-Projekten. Hinter den Kulissen schreibe ich meine eigenen kleinen Dinge. Jeder, der die GNU-Common-C++-Bibliotheken genutzt hat, hat sicherlich auch von mir geschriebenen Code eingesetzt. Ich habe auch die Erweiterungen für das toshiba_acpi-Kernelmodul geschrieben. (Anm.d.Ü.: Diese Erweiterungen werden als Verbindung zum acpi-Subsystem genutzt, um die Hotkeys auf Toshiba Notebooks bereitzustellen). Auch der ursprüngliche readahead-Code, welcher damals bei Ubuntu 5.04 genutzt wurde, stammt von mir und ich beteilige mich an zahlreichen anderen Projekten, zum Beispiel ein paar kleineren Beiträge für das Revisionscontrollsystem namens Bazaar-NG.(Anm.d.Ü.: readahead erlaubt dem User eine Liste von Dateien zu spezifizieren welche im Cachespeicher gelesen werden, um den Start von Programmen zu beschleunigen). Ich helfe bei einem Webbrowser-Projekt namens NetSurf mit, welches ursprünglich unter RISC OS entstanden ist aber inzwischen auf für GTK+ portiert wurde. Ich schreibe auch Software für mich selbst. Wie du siehst, bin ich quasi ein bisschen ein Gelegenheitshacker, aber ich versuche an wirklich wichtigen Stellen zu kratzen, da wo es mich und andere gerade juckt.

(Anm.d.Ü. Hinweis bezüglich dem Erklärungsmodell: "scratch an itch" )

Welchen Windowmanager bzw. Desktopumgebung nutzt du persönlich und was gefällt dir daran?

Ich nutze den GNOME-Desktop, da dieser bei Ubuntu dabei ist. Ich verändere sehr wenig an der Standardkonfiguration, da diese schon ziemlich gut ist. Ich habe aber auch schon KDE, Afterstep, fvwm, flwm, den ROX-Desktop, enlightenment und viele andere ausprobiert. Ich nutze die standard GNOME-Konfiguration weil diese meinem Vater eingerichtet habe und ich möchte sicherstellen, dass ich das nötige Wissen auch parat habe um ihm zu helfen, wenn irgendwelche Probleme auftreten sollten. Letztendlich steht mir diese Umgebung nicht im Wege und deshalb verusacht sie auch kein Ärger weswegen ich sie gegen eine andere Umgebung tauschen müsste und das ist die höchste Auszeichnung welche ich einer Desktopumgebung verleihen kann.

Welche Programme nutzt du täglich?

Wie du unten in meinem Screenshot siehst, habe ich die ganze Zeit viele Desktops im Einsatz. Das liegt daran, dass ich keine überlappenden Fenster mag (Dialogboxen sind in Ordnung, solange es sich um Nachrichtenboxen handelt, aber eben keine Arbeitsfenster) und daher neige ich dazu Dinge nebeneinander zu plazieren statt aufeinander. Ich bin ein sehr räumlich bezogener Mensch und ich asoziiere Dinge anhand ihrer unmittelbare Nähe zu anderen. Davon abgesehen bin ich ein Gewohnheitstier und das wirkt sich auch auf die Art wie ich meine Leben organisiere aus. Der Tag startet damit, dass ich Evolution oben links auf dem Desktop starte. Während es meine Mails synchronisiert, wechsel ich einen Desktop weiter rechts und öffne 4 gnome-terminals. In einem läuft TinyFugue, verbunden mit einem Sprecher, wo viele meiner Freunde abhängen (stell dir IRC vor, nur anders). In einem anderen läuft ein irssi-text, verbunden mit den unzählige IRC-Netzwerken an denen ich teilnehme. In einem anderen läuft eine ssh Verbindung zu meinem Server zu Hause und in dem vierten läuft eine ssh Verbindung zu meinem Server bei Telehouse (Rechenzentrum).

Dann öffne ich rechts davon einen weiteren Desktop und starte einen Webbrowser im Vollbildmodus. Ich benutze Firefox da ich finde, dass dieser die beste Kombination aus Geschwindigkeit und Funktionen bietet, sowie von allen Webbrowser, die ich bis jetzt benutzt habe, die beste Benutzeroberfläche hat. (Ja, auch wenn ich an einem anderen Webbrowser-Projekt arbeite, bleibt Firefox meine Wahl, wie du im Screenshot unten siehst, halte ich nicht viel von Ablenkungen auf dem Bildschirm).

Dann beginnt der allgemeine Teil der Arbeit für den Tag. In den Terminals kann ich vim aufrufen um Kleinigkeiten zu editieren, in anderen emacs für langfristige oder umfgangreiche Programmierarbeiten. Viele Menschen schauen mich verwirrt an, weil ich beides vim und emacs nutze, in der Tat in meinem vorherigen Job habe ich beide nebeneinander auf dem gleichen Desktop benutzt. Ich sage " nutze die beste Anwendung für die Aufgabe" und für mich erfüllen vim und emacs verschiedene Rollen in meiner täglichen Arbeit.

Wenn ich nur heruntergeladenen Code oder vielleicht den Patch eines Kollegen oder Freundes lese, dann starte ich gedit und schaue mir die Dinge in einer grösseren Schritart an. Das ist größtenteils Faulheit, weil das nunmal durch Nautilus mit dem Dateityp asoziiert ist und ein Doppelklick das ganze startet.

Welche Rechner hast du und wie heißen sie?

Hinsichtlich der Architekturen haben mein Partner und ich keine grosse Vielfalt, aber insgesamt... Unser Router ist ein Netgear DG834G und heisst eher einfallslos `router`. Den Hauptserver nannten wir `ennui` (die Langeweile), der direkte Verweis zu meiner Vergangenheit. Mein erster Computer hieß `henry`, was im laufe der Zeit, als ich französisch gelernt habe, zu `henri` mutiert ist. Als ich zur Uni ging, hatte jemand einen Rechner der auch so hieß, und so wuerde aus `henri` `ennui`. Da meine Rechnersammlung wuchs, habe ich entschieden dass ein konsistentes Namensschema der richtige Weg war und so habe ich `ennui` (die Langeweile) als Ausgangspunkt genommen und so haben wir unsere Rechner asoziiert mit Worte wie tiredness (die Müdigkeit), boredom (der Stumpfsinn) usw. Die zur Zeit im Haus genutzten Namen sind ennui (die Langeweile), trite (abgedroschen), acedia (Unlust und Überdruss), banal (gewöhnlich), petitemort (der kleine Tod), stupor (die Benommenheit), fatigue (die Ermattung) und narcolepsy (die Narkolepsie). Auf Banal läuft Breezy und mythtv und mit einer UK DVB-T Karte ist das quasi unser digitaler Videorecorder, direkt am Fernseher. Petitemort, acedia und trite sind Desktops (i386, arm und amd64) und stupor, fatique und narcolepsy sind Laptops. Andere Namen die wir früher verwendeten waren tedium (die Eintönigkeit), langour, hobo (Landstreicher), lethargy (die Lethargie), sunbathers (Sonnenbadender), bask (sich sonnen), malaise (das Unwohlsein),... man sieht, keine kleine Sammlung aber auch nicht so groß wie die anderer Leute.

Wie sieht dein Desktop aus?

Ich habe ein screenshot von meinen sechs wichtigsten Desktops (diejenigen an denen ich die meiste Zeit verbringe) und habe diese in einem einzigen Bild für dich zusammgenfasst:

desktop Magnify

Und wie sieht es um deinen Computer herum aus?

Ich bin überzeugte Anhänger des Sprichwortes: Ein aufgeräumter Schreibtisch ist ein Zeichen für einen kranken Geist:

Computer Area Magnify

Was trinkst während du am Rechner arbeitest?

Meistens Kaffe und Tee (was einer meiner Kollegen auch als "Gefreiten Tee" bezeichnen würde), grüner Tee, Kürbistee, Fruchtsäfte und cola-light und manchmal auch Irn Bru (koffeinhaltige Limonade) (Hallo Jonathan)

Persönliche Dinge

Wo bist du geboren bzw. aufgewachsen?

Sehr zur Belustigung anderer stamme ich aus einer kleinen Stadt namens Nuneaton. Ich wuchs in Birmingham auf und besuchte die Universität in London bevor ich meine Arbeit in Cambridge begann.

Hast du Geschwister?

Ich habe zwei Brüder und eine Schwester. Ich war der mittlere Junge und meine Schwester die Älteste von uns.

Was für Erinnerungen hast du am deine Kindheit?

Ich habe viele gute Erinnerungen und eine Menge Geschichten über die Zeit als ich jünger war, aber die meisten davon sind für andere wohl von geringem Interesse. Vielleicht sollte ich mit einer Geschichte beginnen, welche mir mein Vater einst erzählte. Als ich etwa drei Jahre alt war, saß ich auf dem Stuhl im Arbeitszimmer, wo er sein Rechner hatte, und versuchte ihn nachzumachen und Wörter zu tippen. Ich habe den Unterschied zwischen Klein- und Großbuchstaben auf einer Tastatur gelernt. Eines Tages schrieb ich den ganzen Bildschirm mit Worte wie 'cat', 'dog', 'pig', 'hen', und 'owl' (Katze, Hund, Schwein, Huhn und Eule) voll -- die unsterblichen Worte welche mich bis heute verfolgen. Ich fragte meinen Vater, wie ich noch mehr Wörter schreiben könnte. Mein Vater war etwas abgelenkt weil er mit dem Korekturlesen eines Manuskripts meiner Mutter beschäftigt war, sagte einfach nur "drück die Umschalttaste und Pos 1" und wollte, dass ich ihn in Ruhe lasse. Ein paar Minuten später kam er vorbei und sah verblüfft, dass ich in Alter von drei Jahren auf gutem Wege war. gut genug mit der Tastatur umzugehen um emacs benutzen zu können. Ich habe grobe Erinnerungen daran, dass ich Programme getippt habe, welche mein Vater mir aus einem Buch diktierte und dass ich meine eigene Software geschrieben habe, als ich fünf war. Abgesehen davon glaube ich, dass meine Kindheit ziemlich normal war, mit den üblichen Schneeballschlachten, Radfahren durch die umliegenden Hügel, Schwimmen lernen, usw.

Eines woran ich mich wirklich gut erinnere ist der Tag als ich mich mit dem Programm fractint hingesetzt habe und gesehen habe, wie es diese unglaublichen Muster gezeichnet hat. Da habe ich mir geschworen habe zu lernen wie man das anstellt.Das war der Beginn meiner Liebes zu Algorithmen und Zahlendarstellung. Eine tiefe Verbindung welche auch heute noch sehr stark für mich ist.

Verheiratet, mit Partner oder gerade zur "Adoption freigegeben"?

Ich lebe seit mittlerweile fast 6 Jahren mit meinem Partner Rob zusammen. Wir wollen uns nächstes Jahr als eheähnliche Partnerschaft offiziell einzutragen lassen.

Habt ihr Kinder, oder Tiere?

Wir haben eine Katze namens Elizabeth. Sie ist eine graue Tigerkatze mit braunen Flecken auf Brust und Bäuchlein.

Was empfiehlst du jemandem, der dein Land besuchen möchte?

Ich lebe in einem Land mit einer so abwechslungsreichen Geschichte, dass es wirklich viel zu sehen gibt. Für Leute die alte Gebäude mögen, gibt es einige sehenswerten, phantastischen Schlösser und Kirchen, welche allemal einen Besuch wert sind. Die Ely Kathedrale ist ein großartiges Bauwerk, genauso der Tower of London. Für mehr Ideen schau dich einfach unter http://wikitravel.org/en/United_Kingdom um.

Hast du ein Lieblingsort um Urlaub zu machen?

Ich mag die Region Loir et Cher in Frankreich sehr gerne. Aber eigentlich fahre nicht sehr oft in Ferien, die meisten meiner Auslandsreisen waren Teil meiner Arbeit für Canonical.

Wofür hast du eine Leidenschaft?

Der Begriff "Leidenschaft" ruft so viel hervor. Er steht für emotionale Höhen (und Tiefen), welche wirklich extrem und heftig sind. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich in diesen 26 Jahren meines Lebens eine spezielle Sache gefunden habe, welche für sich genommen den Anlass zu einer solchen Reaktion bieten würde. Ich bin ein Gewohnheitstier, als solches baut fast mein gesamtes Leben auf Beständigkeit (physisch, psychisch und emotional gesehen). Wenn ich den Begriff "Leidenschaft" aber dafür verwende, wofür ich normalerweise eher "starke Zuneigung" oder "Begeisterung" verwende, dann würde ich sagen dass ich Leidenschaft für die Beziehung zu meinem Partner empfinde, dass ich eine Passion für Essen habe und dass ich es sehr wichtig finde Freundschaften aufzubauen und zu erhalten und genauer gesagt, dass mir meine Freunde wirklich wichtig sind. Ich bin einer von diesen Menschen, die um 3 Uhr morgens in ihrem Wagen steigen und hundert Meilen fahren, nur um jemanden eine Umarmung zu geben, wenn dieser sie grade wirklich nötig hat. Wenn man das alles zusammenfasst, kann man also sagen, dass ich wirklich eine Leidenschaft für Glück und Fröhlichkeit habe.

Was bedeutet Erfolg für dich?

Irgendwo habe ich eine Tasse, auf der steht: "Erfolg bedeutet, niemals ein Anzug tragen zu müssen" was auch für mich ein Aspekt von Erfolg ist. Aber hauptsächlich bedeutet Erfolg für mich persönlich einfach glücklich zu sein. Erfolg hat für mich weder mit Geld zu tun, noch mit einem bestimmen Ziel, dass ich in meinem Leben unbedingt erreichen wollte. Erfolg bedeutet für mich, nach getaner Arbeit von jemanden den ich liebe umarmt zu werden. Erfolg bedeutet, dass man auch an banalen Dingen Freude finden kannst - eine Freude, die selbst niemals banal wird.

Was bewunderst du am meisten?

Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Ich bewundere viele Menschen, aus verschiedenen Gründen. Ich kann ein paar der berühmtesten wie Martin Luther King und Oscar Wilde erwähnen und, was manche vielleicht verwirren wird, Robbie Williams. Aber ich finde, dass die wichtigsten Menschen die Bewunderunng verdienen, nicht diejenigen sind, die sie auf Grund ihrer Berühmtheit bekommen. .

Ich bewundere Lesley, eine sehr gute Freundin von mir, für ihren Mut sich aus der Alltagsmühle eines "normalen" Jobs zu befreien und sich selbstständig zu machen. Ich bewundere meinen Bruder Ramjam, weil er das gleiche gemacht hat. Ich könnte viel über Menschen schreiben welche Eigenschaften besitzen, die ich anstrebe. Hauptsächlich aber denke ich, dass jeder auf die eine oder andere Art bewundernswert ist. Sogar diejeinigen, die nach außen hin als die schlimmsten Menschen die man sich vorstellen kann erscheinen, müssen irgendwo in sich bewundernswerte Qualitäten haben. Am bewundertwertesten sind vielleicht sind jene, die sich die Zeit nehmen um zu Beobachten, zu Lernen und in jedem einen Funken Gutes finden.

Wie verbringst du deine Freizeit?

Ich schreibe Software, lese Bücher, schaue mir Filme und Fernsehen an - ehrlich, das Übliche halt. Ich bin sehr an Essen interessiert, sowohl der Zubereitung und dem Verzehr, und aus diesem Grund macht es mir viel Spass, wenn ich versuche, Essen aus anderen Kulturen nachzukochen. Bevor ich aus gesundheitlichen Gründen genötigt war es aufzugeben, war ich ein begeisterter Fechter und war ein geprüfter Trainer im Florett-Fechten. Ich bin ein begeistertet Amateurfotograph; bis vor kurzem habe ich meine alle s/w-Entwicklung selbst gemacht und alle ernsthaften Fotos auf richtigem Film gemacht, inzwischen besitze ich eine Spiegelreflex-Digitalkamera. Wie bereits erwähnt betreibe einen kleinen Webhoster in meiner "Freizeit", so dass insgesamt nicht viel Zeit für schlichte Entspannung übrig ist.

Welche Bücher hast du in letzter Zeit gelesen?

Mit meiner Art zu lesen, bin ich mit Büchern schnell durch, lese sie aber oft 3 oder sogar 4 mal, bevor ich diese als gelesen deklariere. Hier ist die Liste der Bücher, die ich 2006 (d.h. also 16 Wochen des Lesens) gelesen habe, in keiner besonderen Reihenfolge: David Brins "Kil'n People", Greg Bears "Anvil of Stars", "Forge of God" und "Blood Music", Greg Egans "Diaspora", "Schild's Ladder" und "Quarantine", Kevin J. Andersons "Hidden Empire", Terry Pratchetts "A hat full of sky", Iain M. Banks' "The Algebraist", Sue Townsends "Adrian Mole and the Weapons of Mass Destruction", Stephen Baxters "Raft", Robert Rodis "Kept Boy", Sue Nelson and Richard Hollinghams "How to clone the perfect blonde" und Peter F. Hamiltons "Pandora's Star". Ich lese gerade zum wiederholten Mal Peter F. Hamiltons "Mindstar Rising". Wie du siehst ist dieses Jahr bis jetzt sehr sci-fi lastig, aber im den Sommer werde ich die Herr der Ringe Triologie erneut lesen, das ist eine Tradition von mir.

Welche Filme hast du vor kurzem gesehen?

Vor kurzem habe ich gesehen: "Brokeback Mountain", "Lucky Number Slevin", "Good Night and Good Luck", "Sky High", "V wie Vendetta" und ein paar andere welche ich als DVD erworben habe. Kürzlich habe ich "Ice Age 2" gesehen, der war fantastisch. Ich habe schon eine Weile nicht mehr so gut im Kino gelacht.

Welche Art von Musik magst du?

Es ist einfacher zu sagen was ich nicht mag. Ich mag keinen melodielosen Rap oder monotone Musik, welche sich nicht auf irgendeine interessante Weise entwickelt. Ebenso wird es in jedem Genre das ich mag, auch Beispiele zu geben welche ich nicht mag (und umgekehrt bin ich mir sicher, dass es auch ein paar Beispiele für Rap geben wird, der mir gefällt).

In meiner Albensammlung sind 115 Künstler, was bedeutet, dass es mindestens 115 Künstler gibt die ich genug mag, um von diesen eine CD zu kaufen. Diese Sammlung machen sind ungefähr die 190 meiner Cds, die mir gut genug gefallen, dass ich mir die Mühe gemacht habe sie zu rippen und in ogg/vorbis-Format zu wandeln. Um einen Eindruck zu geben, habe ich ein paar zufällige Zahlen herausgepickt. Die Alben 23, 53, 77 und 136 sind `Cab Calloway/The Classic Tracks`, `Fatboy Slim/You've Come a Long Way, Baby`, `Jean Michel Jarre/Zoolook` und `Pink Floyd/Wish You Were Here`.

Dein liebstes Technikspielzeug?

Ich bin kein grosser Freak von technischem Schnickschnack, ich glaube Geräte sollten auch einen Zweck erfüllen. Ich hatte auch schon an einigem Schnickschnack Spass, früher hatte ich einige Dinge wie die Agenda VR3 ( Linux basierter PDA ein bisschen wie ein Palm Pilot) und eine L'Espion Digitalkamera. Inzwischen ist der einzige Gegenstand, welchen andere als Technikspielzeug betrachten würden, meine Canon EOS350d welche aber eigentlich kein Spielzeug ist, sondern ein Werkzeug, damit ich noch mehr Spaß am Fotographieren habe.

Dein Lieblingszitat?

Es ist sehr schwierig ein einziges Lieblingszitat auszuwählen. Ich stelle längere Stücke auf meine Webseite wenn ich Dinge finde, die mich wirklich bewegen. Aber für dich - hier ist ein Zitat, was ich wirklich mag: "Die meisten Menschen sind andere Menschen. Ihre Gedanken sind die Meinungen von jemand anderem, ihr Leben ist eine Nachahmung und ihre Leidenschaften nur ein Zitat." Oscar Wilde, De Profundis

Dein Lieblingsessen?

Wahrscheinlich Curry nach Thaiart; höchstwahrscheinlich gelber Curry mit Süsskartoffeln und Fisch.

Dein Lieblings Comic?

Gedruckets Comicheft? Bin mir nicht sicher. Webcomic? Dilbert.

Empfiehlst du uns eine nicht-Ubuntu-Webseite (Kurzbeschreibung)?

Es ist äusserst schwierig etwas anderes als Google UK vorzuschlagen, welche, ehrlich gesagt, die am häufigsten besuchte Seite in meiner Browser-History ist. Davon abgesehen benutze ich oft auch Wikipedia und http://rafb.net/paste :-)